5 Dinge, die auf ein Fake-Profil bei einer Partnerbörse hindeuten

Heutzutage nutzen viele Menschen das Internet, um neue Bekanntschaften zu machen. Im Grunde ist das ja auch viel effektiver, als sich die Nächte in Discos und Bars um die Ohren zu schlagen. Man schaut sich einfach ein Profil nach dem anderen an und schreibt die, die zu gefallen wissen, an – aus sicherer Entfernung vom heimischen Sofa aus. Der Nachteil ist aber: Man weiß nie, ob die Person hinter dem Profil nicht vorgibt, jemand zu sein, der sie nicht ist. Es gibt aber Hinweise, die Fake-Profile verraten können. Wir haben die fünf wichtigsten zusammengefasst.

1. Die ganz große Liebe in auffällig schlechtem Deutsch

Leider tummeln sich in Online Partnerbörsen auch viele Spam-Profile, deren Ziel es ist, die Nutzer der Partnerbörse um ihr Geld zu bringen. In der Regel fallen diese Profile durch sehr schlechte Grammatik auf. Die Sätze wirken, als wären sie mittels Google Translator oder einem ähnlichen Tool erstellt worden. In den Nachrichten versuchen die Ersteller dieser Profile dann, die User auf eine andere Webseite zu leiten, häufig mit dem Versprechen, dass es dort mehr Fotos gäbe oder man dort besser miteinander schreiben könne. Außerdem geben sie in sehr kurzer Zeit vor, große Gefühle für ihr potentielles Opfer entwickelt zu haben. Diese Betrugsmasche hat einen Namen: Romance-Scamming. Früher oder später kommt dann die Bitte, Geld zu schicken. Als Grund wird entweder eine Notsituation vorgetäuscht oder das Versprechen, das man sich dann treffen könne.

2. Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein…

…ist es meistens nicht wahr, lautet ein Sprichwort. Das gilt auch beim Online Dating. Zeigt das Profilbild eine Person, die so gut aussieht, dass sie glatt als Model durchgehen könnte, ist das ein erstes Warnsignal. Auch ein sehr professionell aussehendes Foto erhöht die Chance, dass die dort abgebildete Person nicht der Profilersteller ist. Echte Menschen nutzen in der Regel private Schnappschüsse. Auch, wenn nur ein einziges Bild vorhanden ist und es auf Nachfrage keine weiteren gibt, ist Vorsicht geboten. Klingt dann auch noch der Profiltext fast schon zu perfekt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Fake. Ein attraktiver, gebildeter Mensch mit interessanten Hobbies, einem guten Beruf, aber anscheinend sehr geringen Ansprüchen an potentielle Partner? Das findet man in der echten Welt so gut wie gar nicht, also wird dasselbe auch für die virtuelle Welt gelten.

3. Allgemein gehaltene Nachrichten

Wenn in privaten Nachrichten keine persönliche Ansprache erfolgt und die Fragen sehr allgemein gehalten sind, könnte es sich um Sammelnachrichten halten. Weitere Hinweise: Der Gesprächspartner geht nicht wirklich auf die Antworten ein oder stellt Fragen, die ein Blick in das Profil eindeutig beantworten würden. Wenn im Profil zum Beispiel der Beruf genannt wird, in der Nachricht aber dennoch gefragt wird, was man beruflich macht, ist der Schreiber höchstwahrscheinlich nicht an einem ernst gemeinten Kontakt interessiert. Wer ernsthaft auf der Suche nach einer echten Beziehung ist, wird Wert darauflegen, Messages mit persönlichen Bezug statt mit pauschalem, wenig aussagekräftigem Inhalt zu versenden.

4. Vermeidung von Verabredungen außerhalb des Internets

Man schreibt schon eine ganze Weile miteinander, hat vielleicht sogar schon telefoniert – man ist sich sympathisch. Da ist es nur logisch, dass man sich irgendwann auch persönlich treffen möchte. Findet der Gesprächspartner aber immer wieder Ausreden und geht einer Verabredung in der echten Welt scheinbar aus dem Weg, ist etwas faul. Auffällig ist auch, wenn eine Verabredung für ein Gespräch via Webcam immer wieder platzt. Möglicherweise zeigt das Profilbild in Wirklichkeit nicht den Gesprächspartner oder das Foto ist nicht mehr aktuell und stammt aus „besseren“ Zeiten. Menschen, die mit der eigenen Optik unzufrieden sind, neigen dazu, sich im Online Profil etwas ansprechender darzustellen. Da werden schnell ein paar Zentimeter Höhe dazu und ein paar Zentimeter Breite weg geschummelt. Trifft man sich von Angesicht zu Angesicht, würde die Lüge natürlich enttarnt werden.

5. Verweis auf Fakes in den AGB

Ein Blick in die AGB einer Online Partnerbörse kann sehr aufschlussreich sein. Denn während die meisten Fake-Profile von den Betreibern der Webseite gesperrt werden, sobald sie enttarnt sind, kann die Seite auch selbst Fakes einsetzen. Manche Portale beschäftigen sogenannte Internet-Kontakt-Markt-Schreiber (IKM-Schreiber), auch Animateure oder Controller genannt. Hier sind dann echte Profis am Werk, die in der Regel gleich mehrere falsche Identitäten auf der Seite haben. Sie sollen entweder neue Mitglieder für kostenpflichtige Angebote der Börse gewinnen oder die Nutzer anderweitig zur finanziellen Investition zu animieren. Manchmal besteht ihre Aufgabe auch darin, die Mitglieder hinsichtlich ihres Verhaltens auf der Seite auszuspionieren. Da sie dank entsprechender Schulungen sehr professionell vorgehen, ist es nicht gerade einfach, solche Profile zu erkennen. Stecken nicht nur versierte Schreiber, sondern auch Programmierer hinter den Fälschungen, kann es sein, dass man Nachrichten auffällig schnell erhält. Das gilt nicht nur dann, wenn man selbst zuerst einen derartigen Profil Inhaber angeschrieben hat, sondern auch, wenn man eine Nachricht erhält, kurz, nachdem man das Profil angeklickt oder sich eingeloggt hat. Diese Praktik wird jedoch nur von unseriösen Dating Portalen betrieben. Findet man in den AGB also einen Hinweis auf solche „Profi-Faker“, ist es höchste Zeit, die Plattform zu wechseln.